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Fünf-Fakten-Freitag: Borussia Dortmund

Freitag! Zeit, unseren kommenden Gegner, den Ballsportverein Borussia aus Dortmund, mal aus einem etwas anderen Blickwinkel zu betrachten. Der Fünf-Fakten-Freitag zum BVB!

“Nein, doch, oh!”
Frank Mill war ein begnadeter Stürmer, der in seiner Karriere starke 123 Tore in 387 Bundesligaspielen erzielen konnte. Nur einmal, ausgerechnet unmittelbar nach seinem Wechsel von Borussia Mönchengladbach zu Borussia Dortmund 1986, stellte er seinen Torriecher – nunja – nicht wirklich unter Beweis. Was war also geschehen? Am allerersten Spieltag der Saison lief der nun für Dortmund spielende Mill zielstrebig auf FC Bayern-Torwart Jean-Marie Pfaff zu, umkurvte den Franzosen galant und hatte dann freie Bahn auf das Tor. Der Rest sollte in die Annalen der Bundesliga eingehen: Der Angreifer schoss den Ball an den Pfosten.

Koller im Tor:
Wieder steht ein Spiel zwischen den Bayern und dem BVB im Mittelpunkt. Diese Geschichte spielte sich in der Saison 2002/2003 ab – Anfang November trafen die beiden ewigen Rivalen in München aufeinander und lieferten sich ein packendes Spiel. Mitte der zweiten Halbzeit sah Dortmunds Torwart Jens Lehmann die gelb-rote Karte. Soweit erstmal nichts Ungewöhnliches. Da BVB-Trainer Matthias Sammer zu diesem Zeitpunkt allerdings schon drei Wechsel vorgenommen hatte, musste ein Feldspieler die letzten knapp 25 ins Tor der Borussen. Die Wahl fiel auf Sturm-Hüne Jan Koller, der mit 202 Zentimetern gewissen Vorraussetzungen mitbrachte. Der tschechische Nationalspieler machte seine Sache tatsächlich richtig gut und behielt eine weiße Weste. Blöd nur, dass auch dem BVB kein Treffer mehr gelang, weswegen die Bayern die Partie im alten Münchener Olympiastadion mit 2:1 gewinnen konnten.

Ein annulierter “Derbysieg”:
Das einzig wahre Derby ist für die Borussia seit Jahrzehnten das Spiel gegen den FC Schalke 04. Anfang des 19. Jahrhunderts gab es jedoch auch ein “kleineres Derby” – das gegen den VfB Dortmund. Im Jahre 1913 gewann der BVB ein Spiel gegen den Ortsnachbarn mit 1:0, doch kurz nach Abpfiff und dem vermeintlichen Derbysieg wurde das Spiel annuliert. Wieso? Ein Tor war 22 Zentimeter zu breit – dies konnte der Schiedsrichter mithilfe eines Maßbandes feststellen, welches er sich für die Messung eigens von einem Bauernhof um die Ecke holte.

Der Torfall von Madrid oder auch “Noch nie hätte ein Tor einem Spiel so gut getan”:
Nein, es war kein Aprilscherz, auch wenn das Datum es durchaus vermuten ließe. Am 01. April des Jahres 1998 war der BVB zu Gast im altehrwürdigen Santiago Bernabeu – zu Gast beim spanischen Verein Real Madrid. Dort sollte das Halbfinal-Hinspiel der Champions League stattfinden, doch das Spiel ging nicht wegen des Ergebnisses (0:2 aus BVB-Sicht) oder besonders schönen Tor in die Geschichtsbücher ein, sondern wegen eines umgekiptten Tores. Richtig gelesen. Weil spanische Fans zu kräftig an einem Zaun zogen, an dessen Teile des Tores hingen, kippte das Tor kurz vor Anpfiff einfach um. Die Folge? Das Spiel wurde mit 76 Minuten Verzögerung angepfiffen.

“Nein, doch, oh”, die Zweite!
Nicht ein, nicht zwei, nicht drei, nicht vier, nicht fünf, nicht sechs, nicht sieben und auch nicht acht Anläufe hat Marco Reus gebraucht, um sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft zu feiern, sondern neun (!). Wegen Verletzungen sagte Reus die ersten fünf Einladungen ab. Anschließend saß er im Spiel gegen Brasilien auf der Bank, ehe er die nächsten beiden Einladungen wegen Blessuren dann wieder absagen musste. Am 07. Oktober war es dann aber endlich soweit! Im Spiel gegen die Türkei feierte der Offensivspieler sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft – ein Debüt, auf welches er über eineinhalb Jahre (erste Nominierung) warten musste.